Produktdesign

Wer handwerklich begabt ist und sich selbst einen gewissen Sinn fürs Schöne attestiert, der könnte ein Studium an der FH in Sachen Produktdesign anstreben.
Produktdesign ist ein interessantes Themengebiet, das Vielseitigkeit abverlangt und viele Talente schult. Als Produktdesigner beschäftigt man sich mit Produktgestaltung. Die Anforderungen können dabei so verschieden sein wie die zu gestaltenden Produkte. Langweilig wird es also kaum werden.

Auuge menschlich

Welche Ansprüche dabei an das Design gestellt werden, hängt von sozialen und räumlichen Bedingungen ab. Wo kommt das Produkt zum Einsatz und für wen ist es gedacht? Unter diesen Geschichtspunkten wird ein Produkt dann gestaltet. Dies beinhaltet bei weitem nicht nur optische Aspekte, sondern auch die Funktionalität des Produkts, die ja auch bereits beim Design bedacht werden muss. Ein Produktdesigner muss also allerhand im Hinterkopf haben. Er muss sich am praktisch Nützlichen orientieren und dabei stets die Machbarkeit seiner Ideen sicherstellen. Und nicht selten muss sich all dies unter einer ästhetischen Optik verbergen. Neuerdings spielt auch der Anspruch der Ökologie eine wichtige Rolle. Insbesondere wenn es um Entsorgung und Verpackung geht, ist ein Produktdesigner im Rahmen seiner Tätigkeit auch ökologisch gefordert.

Die Bezeichnung “Produktdesign“ impliziert, dass es sich dabei um eine recht neue Fachrichtung handelt. Jedoch ist das einzig Neue an diesem Studium die englischsprachige Bezeichnung. In der Tat existiert das Studium der industriellen Formgebung schon seit 1952 in Deutschland und ist überaus erfolgreich. Die neue Namensgebung “Produktdesign“ ist vor allem der überhand nehmenden Neigung zu Anglizismen geschuldet. Allerdings ist der Begriff auch insofern treffender, da er die Tätigkeit als Designer (sprich: den optischen Anspruch) unterstreicht.

Bereits im Studium kann man als angehender Produktdesigner zu Meriten kommen, mit denen man sich auch später noch zieren kann. So finden zahlreiche Wettbewerbe statt, in denen das beste Design den Sieg davon trägt. Hinzu kommen umfangreiche Projekte und Kooperationen mit anderen Schulen, im Rahmen derer man sich ebenfalls weiterbilden kann. Ein Studium “Produktdesign“ ermöglicht also an zahlreichen Stellen, sich zu profilieren und wertvolle Referenzen und Kenntnisse zu erwerben.

Wer sich also handwerklich und auch gestalterisch berufen fühlt, der sollte ein solches Studium erwägen. Ein abgeschlossenes Studium als Produktdesigner kann auch ein wertvolles Fundament für artverwandte oder ähnliche Qualifikationen dienen. So kann man auch eine Ausbildung als Maschinenbauer sinnvoll mit diesem Studium kombinieren oder in Kombination mit einem Studium der Innenarchitektur wahrlich umfassende Kenntnisse in puncto Innenausstattung erwerben. Es stehen also alle Möglichkeiten offen, sich ausgehend von einem Studium als Produktdesigner breit zu qualifizieren.